Heute ist wirklich ein trber Tag. Es regnet und ist kalt, richtig unangenehm. Ein Wetter, welches vielen Rheumatikern zu schaffen macht. Auch mir. Die Gelenke schmerzen und jede Bewegung strengt mich an. Das sind die weniger guten Tage, an denen ich mich am liebsten verkriechen wrde und die Welt da drauen ausschlieen mchte. Da ich erfreulicherweise den beruflichen Druck nicht mehr habe, dass ich funktionieren muss, kann ich heute ein wenig besser damit umgehen. Ich habe mich heute darauf konzentriert Dinge zu tun, die mir Spa machen und mir gut tun. Ich war ein wenig shoppen und backe gerade einen Kuchen. Daran versuche ich mich dann zu erfreuen und meinen Kopf dabei zu entspannen. Heute geht das, aber es gibt auch andere Tage. Tage, an denen mir dies nicht gelingt und meine Schmerzen mich in Besitz nehmen. Dann machen sich die negativen Gefhle in mir breit - Traurigkeit, Aggressivitt, Trauer, Wut, Minderwertigkeit … Eine Spirale, die sich immer weiter dreht. Gehrt das dazu? Muss es die schlechten, depressiven Tage geben? Wie schaffe ich es diese Negativ-Spirale frhstmglich zu stoppen?
Der Regen…
Entdeckung der Langsamkeit
Vor nicht ganz 4 Wochen habe ich meinen Job gekndigt und bin seit dem freigestellt. Ich, die “Karrierefrau”, die trotz Krankheit oder gerade deswegen, die Besttigung im Job gesucht hat. Es war ein langer Weg dahin, einzusehen, dass der Job mich immer krnker macht und mir und meinen Gelenken gar nicht gut tut. Jetzt muss ich nicht mehr jeden Morgen ins Bro und fr 8-10 Stunden die Schmerzen unterdrcken. Ich fange an die Ruhe zu genieen. Mit jedem Tag spre ich besser wie gut es mir tut, nichts zu tun bzw. alles ein wenig langsamer zu tun. Ich fange wieder an mich zu spren, auch wenn mal wieder Schmerzen im Vordergrund stehen. Jetzt nehme ich mir die Zeit dafr. Und das tut mir richtig gut. Ich besinne mich mehr auf meine inneren Strken und auch Schwchen. Die Ruhe und Zeit gibt mir nun die Mglichkeit, mit meine Schwchen umzugehen und an diesen zu arbeiten. Ich bin neugierig, wohin mich dieser noch neue Weg fhren wird.
Krank gleich minderwertig
Hallle,
mein erster Beitrag in meinem neuen Blog. Heute sa ich den ganzen Tag mit einem Programmierer von Felix Profe-Bracht zusammen und wir haben an meiner Internetseite gebastelt. Was ein Tag. Anstrengend und so viel Neues aus der Welt des Internets. Am Schluss, nach fast 10 Stunden am Computer, auf einem unbequemen Stuhl, ist es passiert. Ich bin am Ende, fhle mich mal wieder krank, die Gelenke tun weh. Auf einmal kommt es dann mit aller Wucht: die Emotionalitt. Mein Programmierer sagt zu mir einen Satz, den ich in den falschen Hals bekomme und die Emotionalitt hat mich im Griff. Ich reagiere tief verletzt und mache ihn bld an. Ihn, der den ganzen Tag fr mich diese tolle Seite gemacht hat. Warum? Weil in mir ein Gefhl des Krank seins mit so viel Macht Besitz ergreift. Krank sein heit fr mich so oft minderwertig sein. Dann fhle ich nur noch Schlechtes - die Schmerzen, die Gelenke, ich bin ja krank, deshalb bin ich minderwertig. Warum werde ich dieses schlechte Gefhl nicht los? Warum begleitet mich dieses Gefhl?
Was ist die Ursache? Liegt die Ursache wirklich in meiner Krankheit? Habe ich mal wieder 10 Stunden auf einem harten Stuhl verbracht, ohne wahrzunehmen, dass sich meine Kraft eigentlich schon nach 4 oder 5 Stunden verabschiedet hat? Oder liegt die Ursache fr meine berreaktion auf einer anderen Ebene? Ein Gefhl der Angst. Angst, dass mich andere als dumm, krank und minderwertig sehen knnten.