In der aktuellen mobil, dem Magazin der Deutschen Rheuma-Liga, habe ich einen Artikel zum Thema Krankheitsbewltigung gelesen. Der Autor beschreibt unterschiedliche Phasen. 1. Phase: Schock, dann folgt Verdrngung und Verleugnung, Phase 3: Emotionen, Phase 4: Handeln und Verhandeln und zuletzt Akzeptanz oder Normalisierung. Aber was bedeutet das? Wie war das bei mir?
Phase 1: Schock
Die Konfrontation mit der Diagnose kann zu Schock, Unruhe und Angst fhren oder auch eine beruhigende Wirkung haben, weil endlich Klarheit besteht. Ich erkrankte als Kind und meine Eltern schleppten mich immer wieder zu einem Orthopden. ber ein Jahr wurde ich als 6jhriges Kind von diesem Mann mit einer rieigen Spritze geqult. Er punktierte immer wieder mein Knie und stellte die lapidare Diagnose “Wasser im Knie”. Zuerst glaubt man ja einem Arzt. Der wird doch wissen, was er tut. Das war leider falsch. Nach fast einem Jahr erfolgloser “Behandlung” brachten meine Eltern mich an die Uniklinik nach Heidelberg, aber auch da waren die rtze zunchst ratlos. Dann die Vermutung, es knnte eventuell Rheuma sein. Und dann die berweisung in eine Spezialklinik fr Kinderrheumatologie nach Garmisch-Partenkirchen. Fr mich eher ein Gefhl der Erleichertung, dass nun endlich klar war, was fr eine Krankheit ich hatte. Was die Diagnose fr mein weiteres Leben bedeutete, war mir und auch meinen Eltern zu diesem Zeitpunkt nicht klar. Ich habe diese Zeit dort als positive Erfahrung in Erinnerung. Dort waren nur Kinder und wir waren alle krank. Ich bin dort zur Schule gegangen, habe Geburtstage und Weihnachten in der Klinik verbracht, Freundschaften geschlossen und mich zum ersten Mal verliebt. Und ich wurde endlich richtig behandelt.
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