Das Thema Partnerschaft und Sexualit�t mit einer chronischen Erkrankung wie einer rheumatoiden Arthritis ist ein spezielles, oft schwieriges Thema. Eine Partnerschaft unter diesen Voraussetzungen hat seine besonderen Probleme. Die Krankheit nimmt oft viel Raum ein, belastet nat�rlich auch eine Partnerschaft. Ich bin berufst�tig und oft nach meiner Arbeit m�de und ersch�pft. H�ufig ist es dann so, dass ich keine Kraft mehr f�r gemeinsame Freizeitaktivit�ten habe. Das ist f�r einen Partner nur schwierig zu verstehen. Die Kraft reichte doch auch f�r den Job. Warum nicht mehr, um gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen? Dann ist es ja auch noch oft so, dass die Tage mit meiner Krankheit sehr unterschiedlich sind. Mal geht es mir gut und ich bin fit, mal geht es nicht so gut und die Kraft reicht nur noch f�r die dringlichsten Dinge. Diese Schwankungen erfordern viel Verst�ndnis von einem Partner und viel offene Kommunikation von uns Betroffenen. Wir m�ssen erkl�ren und dar�ber sprechen. Eine Freundin sagte mal zu mir, dass ist doch wie eine Beziehung zu dritt. Ich - mein Partner - mein Rheuma. Eine solche Beziehung erfordert viel Arbeit und Mut. Mir war das nicht immer klar, wie belastend das auch f�r einen Partner sein kann.
Und das Thema Sex. Ich bin nicht biegsam wie eine Brezel. Das erfordert Phantasie. Und oft habe ich starke Schmerzen, dann habe ich keine Lust auf Sex. Auch da ist viel Verst�ndnis von einem Partner gefordert. Aber auch ich muss lernen, Verst�ndnis f�r meinen Partner zu zeigen.
Ich denke, eine Parnerschaft mit solch besonderen Herausforderungen kann nur funktionieren, wenn von beiden Seiten viel Verst�ndnis aufgebracht wird und offen die Probleme angesprochen werden. Oder?